Kardiovaskulär
Kardiovaskulär

Die Wirkung von TaKeTiNa auf die Herzratenvariabilität (HRV)

Dr. Klaus-Felix Laczika

Dr. Alfred Lohninger

Die Grundlagen:

Ein gesundes Herz schlägt nicht maschinell, metronomisch oder gleichförmig – eine Tatsache, die selbst in der Medizin oft nur andeutungsweise bekannt ist. Diese natürliche Unregelmäßigkeit des Herzschlages ist Ausdruck seiner harmonisch simultanen Anpassungsfähigkeit an unmittelbar auftretende Situationen als auch an gleichzeitig ablaufende, körpereigene biologische Vorgänge. Im Idealfall ist das Herz in der Lage, seine Frequenz an jeden einzelnen Atemzug anzupassen.

Die Erklärung ist leicht: Jeder Atemzug erzeugt Unterdruck im Brustraum. Durch diesen Sog strömt während der Einatmung Luft, zugleich aber auch kurz mehr Blut in den Brustraum ein. Um dieses erhöhte Blutvolumen aus dem Brustraum in den Körper weiterzutransportieren, schlägt das Herz während der Einatmung kurz minimal schneller, um sich bei der Ausatmung wieder zu entschleunigen. Während einer erholsamen Tiefschlafphase besteht ein Verhältnis von ca. vier be- und entschleunigten Herzschlägen zu einem Atemzyklus. Über einen Zeitraum von vier Atemzügen ändert sich der Blutdruck in einer langsamen Wellenphase, um wieder zu seinem Ausgangspunkt zurückzukehren, und über vier minimale Blutdruckwellen findet eine Zu- und Abnahme der Gewebsdurchblutung statt. Diese harmonischen Zeitverhältnisse des autonomen Nervensystems sind vergleichbar mit einem musikalischen Obertonspektrum. Diese, dem Willen nicht zugänglichen, unbewusst ablaufenden körperlichen Prozesse münden bei weiterer Vervielfachung in die Ausschüttungszyklen von Hormonen und weisen auf das rhythmisch harmonisch verlaufende Konzept biologischer Vorgänge. Diese Synchronizität und Harmonie ist vor allem im Erholungszustand (medizinisch als Vagotonus bezeichnet) gegeben.

Die medizinische Grundlagenforschung kann seit ca. 10 Jahren auf molekularer Ebene nachweisen, dass die in fatalen Kaskaden verlaufenden Krankheitsprozesse nur im Vagotonus durchbrochen werden können. Auch körpereigene Reparaturvorgänge finden - molekularbiologisch bis ins kleinste Glied bewiesen - nur in Phasen des Vagotonus statt. Diese medizinische „Evidence“ spiegelt das Jahrtausende alte - in allen medizinischen Traditionen angewandte - Wissen sämtlicher menschlicher Kulturen über Gesundung wider.

Gleichzeitig ist sich die „Schulmedizin“ der Tatsache bewusst, dass durch Medikamente ein natürliches Ausmaß an Vagotonus nur sehr eingeschränkt erzielbar ist. Der Zugang zum autonomen Nervensystem, also der Weg in die Synchronisation des Vegetativums ist aber sehr wohl mit nicht-pharmakologischen Methoden wie Musik, Hypnose, Meditation und - wie es sich zeigt - auch mit TaKeTiNa möglich. Der medizinische Beweis unterschiedlichster vegetativer Zustände vom stress- oder krankheitsbedingten Chaos bis hin zur erfolgreichen Re-Synchronisation kann durch die Methode der Herzratenvariabilität (HRV) erbracht werden.

Forschungsergebnisse - Zusammenfassung:

Dr. Lohninger:

Das HRV-Spektrogramm zeigt in den grünen Ellipsen einen dominanten 10 Sekunden Rhythmus der Herzratenvariabilität - ein Hinweis für mental-emotionale Fokussierung. Die hohe Intensität der Detektionen bei gleichzeitigen Hinweisen auf tiefe Entspannung trotz relativ hoher Pulswerte beobachtet man überaus selten.

Der TaKeTiNa Prozess (grüne Ellipsen) bewirkt in den Pausen einen deutlichen reaktiven Pulsabfall (Pfeile nach unten in der unteren Grafik) bei gleichzeitigem „Hochflammen“ der HRV. Dies gilt als Beweis für eine – wiederum in ihrem Ausmaß selten zu beobachtende – Vagusaktivierung. Im Klartext bedeutet dies: Gesundheitsförderung auf direkter physiologischer Ebene.

Die Gesundheit bedingenden Elemente, Ökonomie, Rhythmus, Ordnung, Resonanz und Ästhetik werden im gegenständlichen Beispiel ersichtlich.

Dr. Laczika:

Wir sind mit Hoffnung auf medizinische „Evidence“ über die, während einer TaKeTiNa-Session ablaufenden vegetativen Prozesse in das Experiment gegangen. Die sichtbar gemachten Ergebnisse haben unsere Erwartungshaltungen jedoch weit übertroffen: synchron zu den Phasen des TaKeTiNa-Prozesses (von Sicherheit über Chaosphasen bis hin zu einem neu erreichten rhythmischen Niveau) spiegelt die HRV-Graphik die synchronen Abläufe der körpereigenen Biorhythmen eindrucksvoll wider.

Eine simultane Video-Dokumentation zeigt nach der Phase des rhythmischen „Ausstiegs“ oder „Chaos“ eindrucksvoll den unbewusst ablaufenden Wiedereinstieg in den Rhythmus. Diese ohne bewusste kognitive Anstrengungen erreichte rhythmische Wiedereingliederung auf höherem Niveau geht in der HRV-Graphik des Teilnehmers mit einer unmittelbaren Rhythmisierung des Vegetativums einher.

Die Messungen zeigen eindeutig, dass TaKeTiNa wiederholt und vorhersehbar ideale Zustände für das Nervensystem und für die Körperrhythmik hervorrufen kann. Ich bin sicher, dass TaKeTiNa sehr bald in großem Ausmaß in der Medizin Einzug finden wird.

Updates 2011:

Im Januar 2011 hat Dr. Alfred Lohninger dem TakeTiNa Insitut neueste HRV Messgeräte samt dazugehöriger Software zur Verfügung gestellt. Dies ermöglicht es, bei einer Vielzahl unterschiedlicher Menschen, die HRV Entwicklung über Tage vor und nach einem TaKeTiNa Workshop zu erforschen.

Diese erheblich gesteigerte Frequenz von Messungen gibt unseren Messresultaten eine gesteigerte Kredibilität und ermöglicht uns, ein Stück besser zu erkennen, wie Rhythmus auf das menschliche Nervensystem und auf das Bewusstsein wirkt.

In absehbarer Zeit werden Fallbeispiele auf Dr. Lohningers Website anonymisiert online gestellt werden.